Vorgestellt: Bam Larsson

Bild: Bam Larsson

Nehmen wir mal an, man schenkt euch ein Date.  Mit einem Kerl mit Stil. Mit einem, den man nicht verstecken muss (auch wenn er nicht die besten Manieren hat). Der euch niemals alleine auf die Tanzfläche schicken wird (sondern zur Not auch alleine tanzt, wenn der DJ schon längst gegangen ist). Und mit einem, der nicht nur heute cool ist, sondern auch auf morgen achtet. Das wär doch mal ein Date, oder? Das wäre ein Date mit Bam Larsson!

Und den gibt's wirklich: Wir stellen euch das junge Ecolabel Bam Larsson in einem Interview mit Jörg, einem der beiden "Manager" von Bam vor.

Tipp: Zuende lesen lohnt sich - denn wir schenken euch ein Date!

Jörg, du heißt Jörg, und dein Geschäftskollege heißt Johannes – wer ist dann eigentlich dieser Bam Larsson?

Bam ist, sagen wir mal, ein gemeinsamer Freund. Das erste Mal gesehen habe ich ihn in einem Club in Köln nachts um halb zwei. Die Stimmung war eher lau und er kam auf mich zu und sagte, dass er Geburtstag habe und das nächste Lied sein absolutes Lieblingslied sei. Ich solle doch bitte den ganz großen Otto los machen, sobald es anfängt, und am besten alle meine Freunde auch noch animieren. Gesagt, getan. Als das Lied wechselt fängt der ganze Laden an zu beben und plötzlich sind alle auf der Tanzfläche. Der Abend war gerettet.
Als er ein halbes Jahr später schon wieder Geburtstag hatte, habe ich ihn mal auf die Situation angesprochen. Ein dreckiges Lachen hat der Junge...


Und so einer kann mit Mode?

Ein gewisses Maß an Kreativität ist ihm jedenfalls nicht abzusprechen.


Wann hast du ihn denn das letzte Mal gesehen?

Puh, ist schon ein paar Tage her. Meine Schwester hat auch schon nach ihm gefragt.


Okay, zurück zur Mode. Keine Öko-Sprüche, keine Ethno-Prints - Ganz ehrlich: Eure Shirts sehen nicht wirklich so aus, wie man sich Ecoshirts vorstellt…

Bild: Bam Larsson

Naja, ganz ehrlich, wer denk schon: Ich kauf mir jetzt ein T-Shirt, das aussieht als wäre es fair gehandelt und aus Bio-Baumwolle? Ein T-Shirt soll gut aussehen und sich anfühlen wie ein frisch bezogenes Bett. Bam Larsson macht T-Shirts, die wir und unsere Freunde gerne anziehen. Und das mit einem guten Gewissen. Bei einem bunt gemischten Haufen kommen dann auch vielfältige T-Shirts heraus. Unser Anspruch dabei ist, zu zeigen, dass man gutes Design und Nachhaltigkeit noch besser verbinden kann, als das bislang oft gemacht wird.
Wenn ich in meinen Kleiderschrank schaue, dann hängen da auch hauptsächlich konventionelle Klamotten. Und warum? Weil sie mir gefallen. Es gibt leider noch zu wenig Eco-Fashion, die auch gut aussieht. Oder man findet sie nicht.


Eure Shirts kommen von der Kleidungsfirma EarthPositive aus Indien, welche wiederum Mitglied der Fair Wair Foundation ist, die sich für faire Arbeitsbedingungen und eine Umweltgerechte Herstellung von Kleidung einsetzt und werden in Berlin gedruckt. Ist das für euch noch transparent genug?

Bild: Bam Larsson

Es ist zumindest ein akzeptabler Kompromiss. Wir hätten natürlich gerne unsere eigene Produktionsstätte, die wir mehrmals im Jahr persönlich inspizieren können. Aber wir sind halt ein Startup, das neben dem Studium gegründet wurde. Da muss man die richtige Balance zwischen Idealismus und Machbarkeit finden. Sonst übersteigen die Reisekosten schnell mal den Jahresumsatz.

Nach allem, was wir über EarthPositive recherchiert haben, sind wir sicher den richtigen Partner gefunden zu haben. EarthPositive ist ein Ableger von Continental Clothing, der mit dem Zweck ins Leben gerufen wurde, das Bedürfnis nach fairer und ökologisch korrekter Kleidung zu befriedigen. Wenn das nicht ordentlich gemacht wird, dann verliert EP seine Daseinsberechtigung.


Mit unter 30 Euro sind die Shirts aus eurer Kollektion nicht teurer als Shirts anderer Modelabels wie Hugo Boss und Co., die sich keine ethischen Richtlinien auf die Fahnen geschrieben haben. Könnt ihr mit diesen Preisen überhaupt wirtschaftlich arbeiten?

Bild: Bam Larsson

Jein, ein kritischer Punkt dabei ist vor allem die Menge an T-Shirts, die man absetzen kann. Wir sind ja erst sechs Monate am Markt und brauchen noch Zeit um weiter organisch zu wachsen. Mittelfristig ist es auf jeden Fall möglich.
Die Frage, die sich mir bei solchen Vergleichen stellt, ist: Was macht Hugo Boss mit den 29 Euro, die sie nicht für die Produktion des T-Shirts ausgeben? Konventionelle T-Shirts in großen Mengen können leicht für einen Euro oder weniger eingekauft werden. Das hat halt Produktionsbedingungen zur Folge, die so schmutzig sind, dass Charlotte Roche überlegt ein Buch darüber zu schreiben. Ich frage mich einfach: Warum sollte ich ein T-Shirt kaufen, bei dem über 90 Prozent der Erlöse in den Marketing- und Verwaltungsapparat und die Aktionärsdividenden fließt?


Dein persönliches Lieblingsshirt?

Zur Zeit mal wieder Bearded in Bangkok. Ich trage das in dem Wissen, dass ich mit Vollbart nicht verwegen und reif wie Benicio del Toro, sondern mehr wie Peter von den Ludolfs, aussehe. Dieses T-Shirt hilft mir mit über diesen enttäuschten Jugendtraum hinweg.

 

Danke Jörg für das Interview!

 

Shirt zu gewinnen!

Bam Larsson könnte dein Traummann sein? Finde es heraus! Gemeinsam mit den Jungs von Bam Larsson verlosen wir ein T-Shirt eurer Wahl aus der aktuellen Kollektion des Labels. Was ihr dafür tun müsst? Einfach eine Mail mit Betreff "Date mit Bam", dem gewünschten Shirt und ein paar Zeilen, warum es ausgerechnet dieses sein soll an mail[at]architexturbuero.de schicken und mit etwas Glück gewinnen! (Gewinner wird ausgelost, Einsendeschluss ist der 30. November 2013).
PS: Natürlich dürfen auch Jungs mitmachen! ;-)

 

 

Über Bam Larsson

Inhaber: Johannes Fisel und Jörg Hipper

Homepage / Onlineshop: www.bam-larsson.de

Facebook: facebook.com/bamlarssondesigns
Twitter: twitter.com/BamLarsson

Mail: info@bam-larsson.de
Telefon: 07355-4323897