Vorgestellt: Crowdfunding

Wenn aus Likes Liebe wird

Bild: Svilen 001 / sxc.hu
Bild: Svilen 001 / sxc.hu

Man mag ja schon so einiges, was das Internet hervorbringt: Schier grenzenloses Entertainment, Nachrichten aus aller Welt und die Möglichkeit,  Kontakte zu Menschen auf der anderen Seite der Erde zu halten.

Crowdfunding ist jedoch die wohl liebenswerteste Seite des Internets. Und der Beweis, dass das Sprichwort „Kleinvieh macht auch Mist“ sich mal wieder als wahr erweist. Und wie!

Was hat es mit den Schwarmfinanzierungsplattformen auf sich? Und was sind sie überhaupt?

 

Die sozialste Seite des Internets

 

Bild: Johannes Ammon / www.jugendfotos.de
Bild: Johannes Ammon / www.jugendfotos.de

Crowfunding ist anders als klassische Finanzierungsformen wie beispielsweise Kredite. Die hierzulande „Schwarmfinanzierung“ genannte Idee ist schnell erklärt: Auf einer Crowdfunding-Homepage werden Projekte aus verschiedenen Kategorien (wie zum Beispiel  kulturelle und soziale Projekte) vorgestellt, die jeder User schnell und unkompliziert finanziell unterstützen kann. Eben frei dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist.

„Neben den klassischen Online-Spenden für Hilfsorganisationen bieten die speziellen Internetplattformen die Möglichkeit, soziale, kulturelle oder andere Projekte schon mit kleinen Beträgen zu unterstützen“, beschreibt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder das Phänomen der Onlinespende. Besonders attraktiv: Unterstützer erhalten nach der Geldspende an gemeinnützig anerkannte Projekte eine steuerlich absetzbare Spendenquittung.

 

Kleine Beträge mit großer Wirkung

 

Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.

Dieses afrikanische Sprichwort beschreibt in aller Kürze und leicht verständlich, was es mit dem Internetphänomen des Crowdfunding zu tun hat.

Bild: Ayla87 / www.sxc.hu
Bild: Ayla87 / www.sxc.hu

In den meisten Fällen startet der Mindestspendenbetrag eines Crowfunding-Projekts bei einem Euro. Je nach Spendenplattform erwartet den Unterstützer abhängig vom Spendenbetrag eine kleine Prämie. Erst wenn die festgelegte Frist und festgelegte Summe erreicht wird, bekommt das Projekt das gesammelte Geld. Ist das nicht der Fall, erhalten die Unterstützer ihr Geld zurück und die Macher des Projektes gehen leer aus. Rund 6,6 Millionen Deutsche haben laut einer repräsentativen Studie des Hightech-Verbands BITKOM bereits ein Crowdfundingprojekt finanziell unterstützt - Tendenz steigend. Da Crowdfunding in der Regel meistens per PayPal abgewickelt wird, könnten Onlinebanking-Muffel beim Spenden allerdings Probleme bekommen. Bei vielen Plattformen wie startnext.de und betterplace.org ist eine Bezahlung aber auch mit Kreditkarte oder per Bankeinzug möglich.

 

Definitionssache: Wann ist ein Projekt abgeschlossen?

 

Etwas irreführend ist der Terminus „Projekt erfolgreich abgeschlossen“.  Erreicht ein Projekt in der vorgegebenen Zeit die vorgegebene Summe, mag diese Bezeichnung aus Sicht der Crowdfunding-Plattformen sicherlich stimmen, abgeschlossen ist das Projekt dann noch lange nicht – im Gegenteil. Jetzt erst erhalten die Projektverantwortlichen in den meisten Fällen das gespendete Geld und können loslegen – inwieweit das Projekt dann wirklich realisiert wird, und vor allem wie der Unterstützer davon erfährt, muss der Unterstützer selbst herausfinden - die Plattformen vertrauen auf "gegenseitiges Vertrauen".

 

Crowdfunding-Plattformen in Deutschland

 

Die bislang erfolgreichste Crowdfunding-Plattform ist laut BITKOM die US-Organisation Kickstarter. Sie hat mit mehr als 33.000 realisierten Projekten und einem Finanzierungsvolumen von bislang 373 Millionen Dollar. In Deutschland etablierten sich relativ spät (2010) vor allem zwei Schwarmfinanzierungsplattformen für kulturelle und soziale Projekte:

startnext.com und betterplace.org. Außerdem gibt es mit den Krautreportern seit Januar 2013 eine Plattform speziell für Journalisten.



Alles über

Crowdfunding

Vorgestellt: Crowdfunding

Bild: startnext.de / betterplace.org / Krautreporter.de

Crowdfundingplattformen sind die wohl sozialste Seite des Internets. Doch warum? Und was sind sie eigentlich genau? Wir stellen das Phänomen Schwarmfinanzierungsplattform rund um betterplace.org, startnext.de und den krautreportern vor!

mehr

Vorgestellt: startnext.de

Bild: startnext.de

Startnext ist die größte Crowdfunding-Plattform für Künstler, Kreative und Erfinder im deutschsprachigen Raum. Architexturbüro hakt nach: Von Dankeschöns, Start- und Finanzierungsphasen sowie richtigem Investment.

mehr

Vorgestellt: betterplace.org

Bild: betterplace.org

Hier macht Kleinvieh wirklich Mist: Bei betterplace.org sammeln kleine Hilfsprojekte neben ganz Großen friedlich nebeneinander. Außerdem gibt es sogar zwei Währungen: Geld und Zeit.

mehr

Vorgestellt: Krautreporter

Bild: krautreporter.de

Wenn sich Medienhäuser aufwendigen Journalismus nicht mehr leisten können oder wollen, kommen die Krautreporter ins Spiel: Eine Crowdfunding-Plattform speziell für Journalisten - und somit für viele kreative, innovative und spezielle Ideen für die Öffentlichkeit.

mehr